Bezirksfrauenausschuss

Rentenausgleich für Eltern

Kinderkriegen und Kindererziehung sind für das finanzielle Gleichgewicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unerlässlich.  

 

IG BCE

Rentenausgleich Eltern

Kinderkriegen ist ein großer und unentbehrlicher Beitrag zur langfristigen Sicherung des Rentensystems in unserer Gesellschaft. Die damit automatisch einhergehende Kindererziehung darf daher nicht zu Nachteilen im Alter, in Form von Renteneinbußen, aufgrund der Elternzeit führen.

Tatsächlich entstehen jedoch vielen erziehenden Müttern & Vätern durch die aktuelle staatliche Regelung, ausgehend von einem Durchschnittseinkommen als Basis für die Beitragszahlung aller Versicherten im Zuge der Elternzeit, Nachteile in ihrer Altersvorsorge, da sie oft jahrelang nicht, oder nur im geringem Maße erwerbstätig sind und vor diesem Hintergrund, durch die Pauschalregelung, ihr Rentenbeitragsniveau, zumindest in der Elternzeit, nicht halten können.

Die Zahl der Väter die Elternzeit in Anspruch nehmen hat zwar zugenommen (so waren es laut statistischem Bundesamt im Jahr 2006 noch lediglich 6% aller Väter – inzwischen, durch die seit 2007 bestehende neue Elterngeldregelung 23%- ), jedoch nehmen gemäß einer Studie des DGB in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2011 der Großteil der Väter „nur“ die ersten 2 Vatermonate in Anspruch. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Großteil des betroffenen Personenkreises nach wie vor aus erwerbstätigen Frauen zusammen, die durch die oben genannten Aspekte in der Altersvorsorge benachteiligt werden, sofern ihr Jahreseinkommen durch den Tariflohn über dem errechneten Durchschnittswert liegt und das Rentenniveau – zumindest während der Elternzeit - nicht beibehalten werden kann.

Forderungen des Frauenforums der IG BCE Bezirk Nürnberg:

  • Elternzeit darf nicht zum Nachteil für die Rentenanwartschaften von Eltern werden, indem im Zeitraum der Elternzeit, ausgehend von einem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung, weniger Beiträge für die Betroffenen durch den Bund in die Rentenkassen entrichtet werden und dadurch das Rentenniveau nicht gehalten werden kann. (Dies würde einer Schlechterstellung von Eltern mit höherem Jahreseinkommen – ausgehend vom Tariflohn - bedeuten).
  • Rentenbeiträge müssen auch während der Elternzeit durch den Bund gleichbleibend, ausgegangen vom vorherigen Einkommen der Eltern, in die Rentenkassen gezahlt werden.
  • Das Durchschnittseinkommen soll nur dann als Berechnungsgrundlage dienen, wenn es zum Vorteil für die Betroffenen Personen ist, da in der Elternzeit (durch Honorierung der Kindererziehungszeiten) mehr Beiträge durch den Bund in die Rentenkassen entrichtet werden – was rentenbegünstigend und rentensteigernd wirkt (wenn der/die Betroffene beispielsweise im Normalfall weniger oder keine Beiträge in die Rentenkasse entrichtet).
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