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26.06.2013

Von: Andrea Lammert

Frauen in Führung

Es tut sich was

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen war Ziel des Projektes "Frauen – Macht – Erfolg". IG BCE und Bundesarbeitgeberverband Chemie haben jetzt nach drei Jahren Bilanz gezogen.

Nicole Strasser

 Betriebsrätinnen zogen eine positive Bilanz zum Projekt "Frauen-Macht-Erfolg". Insgesamt zufrieden: Betriebsrätinnen zogen eine positive Bilanz zum Projekt "Frauen-Macht-Erfolg".

Fünf Unternehmen haben sich beteiligt und gemeinsam überlegt, wie sie Frauen und Betriebe motivieren können, Führungspositionen weiblich zu besetzen. Dass es schwierig war, überhaupt Firmen für das vom Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt zu gewinnen, betonte Edeltraud Glänzer vom geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE. Schließlich aber nahmen Sasol, BASF, Veritas, Flint Group und Michelin Reifen teil.

Nicole Strasser

Birgit Kuhlhoff Birgit Kuhlhoff: "Wenn wir qualifiziertes Personal finden wollen, muss Sasol als Arbeitgeber attraktiv sein, nicht nur in der Bezahlung." 
Drei Jahre nach Beginn des Projektes ist die Bilanz bei Sasol eindrucksvoll. Das Unternehmen hat sich messbare Ziele gesetzt. Es will beispielsweise seinen Frauenanteil von 18 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent steigern. Außerdem wurde eine Stelle geschaffen, um alle Aktivitäten im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit zusammenzufassen, bereits vorhandene Konzepte zu bündeln, zu optimieren und strategisch weiterzuentwickeln. 

Birgit Kuhlhoff managt diesen Bereich: "Wenn wir qualifiziertes Personal finden wollen, muss Sasol als Arbeitgeber attraktiv sein, nicht nur in der Bezahlung. Dazu gehört unter anderem auch die ständige Weiterentwicklung im Engagement zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie."

Die BASF hat als großes Unternehmen den Schwerpunkt auf ausgewählte Tätigkeitsfelder gelegt: Frauen in Produktion und Technik sowie Frauen im Einkauf. So wurde unter anderem geprüft, wo der Weiterbildungsbedarf bei Einkäuferinnen liegt. Betriebsrätin Christiane Kellermann: "Im Laufe des Projektes wurde mir immer klarer, dass wir zunächst den Wandel in den Köpfen schaffen müssen. Die Menschen müssen Chancengleichheit leben und vorleben."

BASF-Betriebsrätin Christiane Kellermann BASF-Betriebsrätin Christiane Kellermann: "Wir müssen den Wandel in den Köpfen schaffen."
Heike Katharina Stadtmüller, Rechtsanwältin in der Einheit Personalpolitik, ergänzt: "Es war uns wichtig, dass wir dieses Projekt sozialpartnerschaftlich angehen. Gemeinsam mit unseren Arbeitnehmervertretern haben wir überlegt, was für unser Unternehmen Sinn macht und auf welchen Feldern wir aktiv werden wollen."

Das Projekt zeigt sich insgesamt als Erfolg, so lautet das Resümee nach dem Abschluss. Edeltraud Glänzer möchte es aber nicht allein bei diesem Projekt belassen: "Wir brauchen jetzt eine Reihe von konkreten Maßnahmen, um Unternehmen, aber auch Beschäftigte zu motivieren, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen." Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt vom Qualifizierungsförderwerk Chemie.